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Neuroendokrine Tumoren mit F18-DOPA und Ga68-DOTATOC

Funktionsweise

Die Diagnostik neuroendokriner Tumoren ist an spezielle Tracer gebunden, da mit dem Tumorstandardtracer 18F-FDG in diesen Fällen keine ausreichende Beurteilung erfolgen kann. Aus diesem Grund wurde bislang bei NET-Fragestellungen ausschließlich 18F-DOPA verwendet. Seit dem 01.01.2009 verfügt das DTZ über eine zusätzliche Möglichkeit, neuroendokrine Tumoren darzustellen. Das Messprinzip ist ähnlich dem der bekannten Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie, weist jedoch eine wesentlich höhere Spezifität, Sensitivität, Genauigkeit und Detailerkennbarkeit auf.

Dies geschieht durch ein Ge68/Ga68-Generatorsystem in Verbindung mit DOTATOC, wodurch eine Somatostatin-Rezeptor-affine Substanz (sst2) zur Verfügung steht. Diagnostiziert werden können Phäochromozytome, Neuroblastome, Ganglioneurome, Paragangliome, Karzinoide, Gastrinome, Insulinome, Glukakonome, VIPome, medulläre Schilddrüsenkarzinome, Merkelzell-Karzinome, Kleinzellige Bronchialkarzinome, Meningiome u.a.

Kongenitaler Hyperinsulinismus (CHI)

Neben den routinemäßigen Fragestellungen bei Erwachsenen hat die PET/CT-Diagnostik mit DOPA bzw. DOTATOC eine besondere Bedeutung beim Hyperinsulinismus, einer seltenen, aber lebensbedrohlichen Erkrankung von Neugeborenen und Kleinkindern. Durch diese meist angeborene Stoffwechselstörung produziert die Bauchspeicheldrüse unverhältnismäßig viel Insulin und verursacht ständige und lebensbedrohliche Unterzuckerungen des Patienten. Die Folgen reichen von geistigen und motorischen Entwicklungsstörungen bis hin zu einem schweren lebenslangen geistigen Schaden. Bei inadäquater Therapie im Neugeborenenalter sind Todesfälle möglich und beschrieben.

Mit der Untersuchungstechnik (PET/CT) und der Verwendung von markiertem L-DOPA (L-Dihydroxyphenylalanin) oder DOTATOC ist eine einfache und schnelle Diagnose möglich. Für die therapeutischen Entscheidungen (medikamentös oder chirurgisch) sowie für das Ausmaß einer eventuellen chirurgischen Behandlung ist die Lokalisationsdiagnostik mit DOPA-PET/CT entscheidend. In der Zusammenarbeit mit Kinderärzten und Chirurgen sind dank der millimetergenauen Lokalisation erstmals auch minimal-invasive Eingriffe bei fokalen Erkrankungen möglich.

Diagnostik

  • Unterscheidung fokal/diffus

  • Präzise Lokalisation

  • Zuordnung des Fokus zu Gefäßstrukturen

 

Therapie

  • OP-Entscheidung

  • Beurteilung der Effektivität einer durchgeführten Resektion

 

Aktuelle Fallbeispiele

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Lokalrezidiv eines Phäochromozytoms in Höhe von L5

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Rezidiv eines Phäochromozytoms in transaxialer, sagittaler und koronaler Schnittführung

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Nachweis dreier intrapankreatischer Herde bei einem elf Monate alten Säugling

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3-D-Darstellung des fokalen Hyperinsulinismus bei einem 8 Wochen alten Baby

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