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Strahlentherapie

PET/CT und Strahlentherapie

Um ein möglichst effektives Ergebnis der Strahlentherapie zu erzielen, ist das Erreichen einer ausreichend hohen therapeutischen Dosis im geplanten Zielvolumen bei weitestgehender Vermeidung einer Belastung des benachbarten gesunden Gewebes erforderlich, d. h., eine Behandlung so niedrig wie möglich, so hoch wie nötig.

Die Entwicklung der PET/CT als Hybridbildgebungsverfahren hat in den letzten Jahren zunehmend zeigen können, dass Anatomie (CT) + Funktion (PET) durchaus voneinander abweichende Informationen liefern können. So können morphologisch basierte Verfahren, z. B. im Bereich des Kopfes, nicht immer mit ausreichender Sicherheit zwischen harmlosen Narbenstrukturen und Tumorrestgewebe, das einer Nachbestrahlung bedarf, unterscheiden. Die entscheidende Zusatzinformation kommt hier aus der PET, z. B. mit der radioaktiv markierten Aminosäure Tyrosin, die wir in unserem hauseigenem Labor selbst herstellen. Mit zunehmenden präziser werdenden Möglichkeiten der Strahlentherapie gewinnt die Präzisierung des Strahlenfeldes somit an Bedeutung. Dies konnte nicht nur für Hirntumoren, sondern für die überwiegende Mehrzahl der Tumorarten nachgewiesen werden. Durch Einbeziehung der Daten aus der PET wurden die Zielvolumenkonturen z. T. erheblich beeinflusst. Gegenüber CT-basierten Planungen kommt es bei fast jedem 2. Patienten zu Änderungen des Zielvolumens. Dies bietet das Potenzial, den Tumor selbst aggressiv zu bestrahlen und dabei die Strahlendosis proportional zur metabolen Aktivität des Gewebes zu verringern.

Für die Vermeidung einer Über- oder Untertherapie, d. h. eines zu großen oder zu kleinen Strahlungsfelds, kommt es darauf an, das biologische Zielvolumen möglichst präzise zu erfassen. Hierzu ist ein funktionsbasiertes Verfahren wie die PET erforderlich, um die Vitalität oder Avitalität möglichst präzise zu beschreiben.
  • Definition eines biologischen Zielvolumens
  • Vergrößerung des Bestrahlungsfelds (zusätzlich detektierte LK- oder Fernmetastasen)
  • Verkleinerung des Bestrahlungsfelds (nicht maligne Veränderungen–Atelektase)
  • Änderung bei 30–60 % der Patienten1

/MRT und PET für Bestrahlungsplanung Astrozytom WHO-Grad II (Tumorvolumen 53 ml vs. 98 ml)1




1 Ashamalla et al., Int J Radiat Oncol Biol Phys 2005; van der Wel et al., Int J Radiat Oncol Biol Phys 2005; Senan & Ruysscher, Crit Rev Oncol Hemat, 2005

 

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