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Therapie |
PET/CT mit FDG als metabolischem Marker verbessert die Detektion, Staging, Restaging und Therapiemonitoring bei Krebserkrankungen. FDG-PET/CT ist ein therapiesteuerndes Instrument in der Onkologie. Neue Radiopharmazeutika erlauben die Visualisierung der individuellen Tumorbiologie. Die Kombination von molekularem Imaging und In-vitro-Markern beeinflusst bereits heute die Therapieplanung.
Die funktionsbasierte PET/CT stellt eine geeignete Methodik zur Therapiesteuerung dar. Schwerpunkte bilden dabei Aussagen zum frühen Therapieansprechen, der Chance zur Dosiseinsparung, der Langzeitüberlebensprognose sowie der Steuerung der Strahlentherapie mit Beeinflussung des Strahlenfelds. Der Einsatz der PET/CT zur Therapiesteuerung unter den genannten Aspekten beinhaltet in jedem Fall das medizinische Potenzial zur Vermeidung einer Unter- bzw. Übertherapie sowie das ökonomische Potenzial zur Kosteneinsparung – einerseits durch die Reduktion der tatsächlichen Kosten (z. B. Chemotherapie), andererseits durch die Vermeidung medizinischer Folgekosten infolge von Unter- oder Überbehandlung.
Die klassische radiologische Bildgebung befindet sich am Scheideweg. Moderne Tracer, die molekulare Zielstrukturen nachweisen können, erweitern die Leistungen der konventionellen bildgebenden Verfahren, die lediglich anatomische Veränderungen nachweisen können. Dies lässt sich gut am Beispiel maligner Erkrankungen verdeutlichen.
R. Weißleder et al., Massachusetts General Hospital, Department of Radiology, Boston Radiologe. 2007; 47: 6-7.
Wann?
Abhängig von der Tumorart und der gewählten Therapie:
- 4 Wochen nach Chemotherapie,
- 4 Wochen nach Strahlentherapie,
- 4–8 Wochen nach chirurgischem Eingriff.
Warum?
Differenzierung Narbe/Nekrose
- Optimierung der Strahlentherapie durch Erkennung des vitalen Tumorrests (Chance zur Verkleinerung des Zielvolumens)
- Beendigung einer nicht mehr erforderlichen Chemotherapie (Verminderung des Risikos für Zweittumoren, insbesondere auch bei Kindern)
Rezidiverkennung bei symptomfreien bzw. -armen Patienten mit erhöhten Tumormarkern
- rechtzeitige Therapie des Rezidivs
Differenzierung resektable vs. non-resektable Tumoren (z. B. NSCLC)
- Reduktion der nicht indizierten OP (z. B. Thorakotomien, s. Plus-Studie)
Aktuelle Fallbeispiele
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| Lungenmetastase eines kolorektalen Karzinoms |
Inaktive Lungenmetastase – Kontrolle nach Brachytherapie |
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| Zustand nach Exzision eines Merkelzelltumors, zunehmende Pleurakarzinose rechts |
Zustand nach Pleurodese, Rezidiv in der Thoraxwand |
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